...so here I am!
Jetzt bin ich hier... tatsächlich. In Amerika. In Philadelphia. Bei meiner Gastfamilie. Ooooh mein Gott, irgendwie habe ich nie so wirklich angemommen, dass das tatsächlich passiert. Also so richtig. Und jetzt bin ich hier!
Also genau genommen schon fast drei Wochen. Aber wie das so ist, kam ich nicht dazu wirklich was zu schreiben. Das mit der Zeit ist nämlich so eine mysteriöse Sache. Man denkt man hat genug und dann - puff - ist sie weg, der Tag vorbei. Deswegen kommt es jetzt nur abschnittsweise, wie es mir die letzten Wochen ergangen ist.
Die letzten zwei Monate bevor ich fliegen sollte, dachte ich die letzten Tage werden schwer und vor allem traurig. Von allem im Prinzip für ein Jahr Abschied nehmen. Aber ganz ehrlich - es war hauptsächlich seltsam. Und komisch. Und verwirrend!
Die letzten zwei Wochen habe ich eigentlich nur am Rad gedreht, mir ging ständig irgendwas im Kopf rum, was ich alles erledigen muss und was ich ja nicht vergessen darf und so ein Zeugs. Aber im Endeffekt ist es so ziemlich egal.
Ich hatte immer die Vorstellung, wenn ich dann alles eingepackt habe und die Koffer im Auto sind, ist mein Zimmer kahl und verlassen, keine Kleidung mehr im Schrank und sowas. Aber es sah irgendwie immer noch nach meinem Zimmer aus. Das hat mich am meisten gewundert. Als würde ich nur kurz in Urlaub fahren.
Am Montag sollte ich dann fliegen, ich hasse fliegen. Schon allein Start und Landung sind mal gar nichts für mich, aber dann noch sooo lange eingeengt mit schlechter Luft, erst recht nicht. Sonntag Abend bin ich mit meiner Ma nach Berlin gefahren und mein Kater hat sich natürlich nicht blicken lassen, um mich zu verabschieden. Das hab ich ihm natürlich sehr übel genommen.
Wir haben dort in einem wiiiinzigen Hostel übernachtet und sind früh um vier zum Flughafen Tegel gefahren. Erstaunlicherweise konnte ich sogar relativ gut schlafen, ich war nicht irgendwie hibbelig, nicht traurig, keine innere Unruhe. Auch im Auto zum Flughafen nicht, meine Ma hat mich nur schnell rausgeworfen - ich mag Abschiede eher wie ein Pflaster abziehen, kurz und schmerzhaft, dann hat man es aber geschafft. Danach stand ich ganz alleine vor der Anzeigetafel auf dem Flughafen, morgens halb fünf, und dachte mir nur: Was mache ich eigentlich hier. Ganz kurz.
Doch dank WhatsApp hab ich auch gleich meine anderen Gleichgesinnten gefunden und das gemacht, was man eben auf einem Flughafen macht. Gewartet, gehofft, dass das Gepäck nicht zu schwer ist und eingecheckt - klar war ich wieder die jenige, die extra kontrolliert wurde.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Brüssel, saß ich doch tatsächlich in dem Flugzeug nach New York. Wie das nur passieren konnte.
Die erste Woche war ich in New York, auf einem College Gelände auf Long Island, in der Trainingschool von meiner Organisation Culturual Care. Es gibt sau viele verschiedene Meinungen über diese 'Schule' - mir wurde vorher gesagt, dass Essen sei sooo schlecht und die Duschen sooo eklig. Aber mal ganz ehrlich, was will man denn erwarten. Das Essen war nicht sooo schlecht und ja, die Duschen waren gewöhnungsbedürftig, aber es ging. Die Trainingschool findet jede Woche dort statt, und in dieser Woche waren wir verhältnismäßig wenig Au Pairs - 'nur' 190 Menschen. Deswegen hatte ich Glück, ich war in einem Viererzimmer mit noch einem weiteren Mädchen aus Finnland. Hätte auch gar nicht anders geklappt, wir hatten nur eine Steckdose die funktioniert hat.
Achso! Als wir am Montag ankamen, hatten wir eine kurze Einweisung, und dann hat jeder so ein Willkommensgeschenk bekommen, je nachdem was die Gasteltern schenken wollten sah das anders pro Au Pair aus. Ich hab erst nur so einen hübschen blauen Beutel bekommen, mit Infozettel für die New York Tour und so. Andere haben so eine pinke Sporttasche, ein persönliches Päckchen oder die NY Tour bezahlt bekommen. Ich war für meinen Teil sehr froh, auf diese pinke Sporttasche verzichten zu können, deswegen hat mich es nicht gestört, dass ich nix bekommen habe. Dennoch war es eine große Überraschung als ich beim Abendbrot nochmal aufgerufen wurde, wo ich dann meine pinke Sporttasche, die bezahlte NY Tour und Rockefeller Center Aussichtsplattform, NY T-Shirt, Trainingschool Hoddie, Flasche, Starbucksgutschein, Panerragutschein und Cultural Care Flasche bekommen habe. Not bad, nicht wahr?^^
Mein Jetlag hielt sich, jedenfall die Zeit in der Trainingschool, tatsächlich in Grenzen. Ich bin nicht zu früh schlafen gegangen, war kurz vor dem Wecker klingeln wach, brauchte zwar gefühlte 10 Kaffee am Tag, aber es ging, ich war kein Zombie. Die ersten beiden Tage hatten wir von ca. um acht bis um sechs immer Unterricht und Workshops, Donnerstag einen Erste Hilfe Kurs und Nachmittags ging es dann naaaach New York! Unser letzter richtiger Tag, am Freitag ging es dann zu unseren Gastfamilien.
Die New York Tour war vom Bus aus, nicht sonderlich informativ, man hat erfahren wo welcher Promi lebt - warum auch nicht. Dafür war das Rockefeller Center echt cool - obwohl es sau kalt war und es geschifft hat wie nix gutes, war die Aussieht der Wahnsinn!
Das war auf jeden Fall schonmal ein mega Eindruck. Wirklich. Auch wenn ich keinen wunderschönen Sonnenuntergang hatte und dadurch super hübsche Bilder. Mir hats echt gereicht bei mehr als grauem Wetter durch New York zu tuckern, mich bei Regen zu verlaufen und völlig orientierungslos die Leute anzuquatschen. Wirklich! Es war einfach nur woaaah - ich bin tatsächlich hier. In den USA! :)
Habt es schön!
Anna
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