Mittwoch, 9. Dezember 2015

Happy Thanksgiving!

Zwischen zwei Welten

Meine Gastfamilie hatte beschlossen, Thanksgiving nicht so zu feiern, wie die meisten Amerikaner das machen. Normalerweise kommt die ganze Familie zusammen, es wird gemeinsam gekocht und den ganzen Tag gegessen. Aber die Familie von meinem Gastdad wohnt in Buffalo und die von meiner Gastmom in South Carolina, und meine Gastmutter musste die nächste Woche auf einen Worktrip, weswegen sie wenig Lust hatte, eine größere Reise für vier Tagen zu unternehmen. Jaaa - ich war am Anfang echt deswegen ein wenig enttäuscht, weil ich mich auf ein großes Festessen gefreut habe. Aaaaaber - am Ende war es trotzdem ein mega schöner Tag.



Zwar hat sich unsere Planung am Tag davor dreimal geändert - bis wir dann endlich beschlossen haben, zu einem Thanksgiving Brunch in das Lieblingsrestaurant meiner Gastfamilie in Downtown Philadelphia zu gehen. Und wooow - war das ein Buffet! Es war ein richtiges Edelrestaurant, mit offener Küche, in dem das Buffet teilweise drinne war, jede Abteilung hatte einen extra Koch, der dir dein Gericht vor deinen Augen vorbereitet hat oder dir dein Essen auf dem Teller arrangiert hat. Im Essensraum war das Buffet an Vorspeisen und Fisch - jaaa natürlich mit einer Eisskulptur, fünf verschiedenen Sorten Kavier, kleinen, kunstvollen drapierten Häppchen, die auf Echtholzplatten portionsweise arrangiert waren.




Es gab ungefähr alles - wirklich! Es war ja morgens um 11, deswegen fing es an bei Frühstücksgebäck, wie Waffeln, Pancakes, Muffins, Scones, süße Pastries; dann ging es weiter bei dem Fischbuffet mit der Eiskulptur, Shrimps, Kavier und Sushi, dann den Vorspeisehäppchen mit den seltsamsten aber leckersten Kombinationen; hinzu der Hauptspeise natürlich für Thanksgiving mit Truthahn, aber auch Lachs, verschiedene Fleischsorten, vier verschiedene Fillings für den Truthahn, acht verschiedene Beilagen, Wurst und Käseplatten - und dann das Dessert! Da hat natürlich der Schokobrunnen nicht gefehlt, vier verschiedene Piesorten, Eismaschine, Kuchen, Häppchen, Parfait, Breadpudding - und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich gerade nur die Hälfte aufgezählt habe. Es war super lecker!




Danach haben wir einen kleineren Verdauungsspaziergang in dem Park vor dem Hotel gemacht, bei wunderschönem Wetter und Sonnenschein. Natürlich gab es auch ein Autodienst, so richtig mit Schlüssel abgeben und Butler, der dir dein Auto holt - nachdem es da war ging es ab in den Botanischen Garten - Longwood Gardens! Da war ich zwar schon einmal, aber diesmal gab es eine Lightshow - was genau an diesem Tag eröffnet hat für Weihnachten. Der ganze Garten wurde mit Lichterketten geschmückt, auf verschiedensten Wegen! 




 

Es war ein bisschen wie in einer anderen Welt - nicht wirklich real und ein bisschen zeitlos. Kann man nicht so gut beschreiben, muss man erlebt haben. Es war wirklich einfach atemberaubend - klar bin ich schon von einer einfachen Lichterkette komplett begeistert - aber es war echt einfach mega schön, der perfekte Einstieg in die Weihnachtszeit, obwohl mir jetzt schon die Weihnachtslieder zum Hals raushängen - dafür kann ich jetzt ohne Ende Plätzchen backen!



Abends bin ich dann zu einem anderen Au Pair in meiner Nachbarschaft gegangen, es haben sich dort seit Nachmittag ein paar Au Pairs getroffen, die nicht mit ihrer Gastfamilie gefeiert haben. Sie hatten auch einen Truthahn und gaaanz viel selber gemachtes Essen. Aber es war trotzdem schön nochmal zusammen in der Küche zu stehen und zu quatschen und den Tag ausklingen zu lassen, und vielleicht doch noch den einen oder anderen Bissen Dessert zu genießen. 

Habt es schön!
Anna

Donnerstag, 19. November 2015

Time is flying!


Es stimmt! Kaum passt man zwei Sekunden nicht auf, schwupps ist wieder viel zu viel Zeit vergangen! Einfach so! Ohne das man wirklich was mitkriegt!

Ja ich gebe zu, Schande über mein Haupt, ich hatte einfach keine Motivation zum Blog schreiben gehabt. Aber auch keine Zeit!
Denn ich bin ja nicht nur hier um zu arbeiten, sondern auch zum reisen! Ich möchte euch heute mal erzählen, was ich alles hier so gemacht habe. Mittlerweile bin ich ja schon sechs Wochen bei meiner Gastfamile, und bisher habe zwei größere Trips gemacht.
  
Washington - Samstag, 24. Oktober - Sonntag, 25. Oktober


Der Erste: naaaach Washington! Dabei den ungefähr lustigsten und seltsamsten Menschen besucht, den ich in der Training School schon kennengelernt habe – Kaaathi. Was auch praktisch war: kostenlose Unterkunft! Nein auch so war ganz nett :P Los ging es mit dem Megabus – klar habt ihr mit Megabus einen Sitzplatz Reservierung, aber sonst auch keine weiteren Vorteile zum Chinabus, mit dem ich später nach NY gefahren bin. Davon erzähle ich aber euch nachher;) Aber ein Tipp: wenn ihr von Philly aus mit dem Fernbus starten wollt - schaut euch vorher genau auf der Karte an oder lasst euch erklären, wo die Busstation liegt! Ich bin nämlich gute 40 Minuten rumgeirrt und habe diese blöde Busstation gesucht, fünf Leute haben mich in entgegengesetzte Richtungen geschickt. Als ich es dann endlich gefunden habe, sahen die anderen Mitreisenden genau so verwirrt aus wie ich. Aber ich habe es geschafft! Und den Bus nicht verpasst!

Samstag Mittag kam ich dann an – ermüdet und fertig von den drei einhalb Stunden Busfahrt. Nach einem Kaffee ging es auch schon los: Die Washington Mall (nein, keine Einkaufshalle) kann man in einem halben Tag ablaufen, hat dann alle wichtigen Gebäude gesehen (Smithsonian Institute, White House, Kathis Freund – Washington Monument, Congress Library, Lincoln Memorial, Second World War Memorial). Auf der Washington Mall ist kein einziges Café zu ergattern, dafür gibt es hunderte Food Trucks. Den Abend haben wir bei einer Schottin (mit dem besten Akzent) verbracht. 


Den nächsten Tag sind wir Frühstück essen gegangen, nach mehreren Parkversuchen haben wir es auch ins Innere von iHop geschafft – Cinnamon Toast and Pumpkin Spiced Latte ahoi! Gestärkt haben wir dann die National Gallery of Art besucht, alle Museen in Washington sind frei – immer. Das die Amis seltsam sind, ist mir bis zu dem Zeitpunkt zwar schon aufgefallen, aber warum ich meinen Rucksack nur auf einer Schulter tragen durfte, ist mir immer noch zweifelhaft. Mittags haben wir in Chinatown verbracht, nachdem mich Kathi davon abgehalten meine Mitfahrer im Bus nach Hause mit dem Duft von Chinanudeln zu beglücken, habe ich mir doch lieber einen Wrap mitgenommen. Wen trifft man an der Busstation zurück nach Philly? Natürlich ein anderes Au Pair aus der Training School, welches auch in Philly wohnt, das ihre Freundin in DC besucht hat. Wen trifft man an der Trainstation in Philly, um nach Hause zu fahren? Ein Au Pair, dass man in der ersten Woche kennengelernt hat. Und wen trifft man dann an der Trainstation von seinem Heimatkaff? Jap, das Au Pair, welches neben dir wohnt. Sehr viele Zufälle dieses Wochenende!

New York - Sonntag, 8. November

 
Als nächstes – vor zwei Wochen, war ich mit ein paar Mädels in New York! Again! Als wir es geschafft haben nach Philly zu kommen (wir mussten einen Zug später nehmen, weil eine verschlafen hat:D), haben wir diesmal den Chinabus genommen. Dieser fährt von Chinatown nach Chinatown der größeren Städte, wie zum Beispiel von Philly nach New York oder auch Washington DC. Ein Roundtrip nach NY hat diesmal 20$ gekostet, Busse fahren ca. jede Stunde, du hast keinen Sitzplatz und kannst nur mitfahren, wenn du einen Sitzplatz hast, aber dafür bist du nicht an eine bestimmte Zeit gebunden, sondern kannst den Bus nehmen, der dir gerade passt. Klar sind die Busse nicht wirklich bequem (sind Megabusse aber nach drei Stunden auch nicht) oder sonderlich modern, aber es ist billig und praktisch.
Als wir dann angekommen sind, ging es gleich zur Brooklyn Bridge – bei traumhaften Wetter. Dann sind wir zu einer Fähre gelaufen, die regelmäßig – und kostenlos! - an der Freiheitsstatur vorbei fährt. Auf dem Hinweg hatten wir Glück und hatten eine Fähre mit offener Reiling erwischt, das heißt man konnte gut Fotos machen. Auf dem Rückweg war nämlich eine verdreckte Scheibe zwischen meiner Linse und der Skyline von New York. Danach gings weiter mit der Subway zum Timesquare. Dinner gabs bei Shake Shack, ein relativ modernes, neueres Hipster- Burger Restaurant – recht teuer für einen kleinen Burger, dafür war der Burger echt gut! Veggie Burger mit Pilzen und flüssigen Käsekern, aber Pommes müssen dazu, sonst wird man nicht satt. Dann mit Uber (ein etwas billigeres Taxi, wird nach Minuten abgerechnet und dann durch die Anzahl der Mitfahrenden geteilt, jedes Auto mit bestimmten Bedingungen kann Uber werden – geht alles über eine App, wodurch man auch gleich mit seiner Kreditkarte bezahlt) zurück nach Chinatown – dabei die Skyline New Yorks bei Nacht gesehen! - war nur ein Tagestrip, muss aber unbedingt wiederholt werden!


Ich habe mir jetzt vorgenommen, pro Monat immer eine größere Reise zu machen. Als nächstes fasse ich Boston ins Auge – oder nochmal New York, aber für länger und intensiver. Auf jeden Fall wird jetzt mein Roadtrip nach Miami zwischen Weihnachten und Silvester geplant!

Habt es schön!
Anna

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Hier bin ich also...

...so here I am! 


Jetzt bin ich hier... tatsächlich. In Amerika. In Philadelphia. Bei meiner Gastfamilie. Ooooh mein Gott, irgendwie habe ich nie so wirklich angemommen, dass das tatsächlich passiert. Also so richtig. Und jetzt bin ich hier!

Also genau genommen schon fast drei Wochen. Aber wie das so ist, kam ich nicht dazu wirklich was zu schreiben. Das mit der Zeit ist nämlich so eine mysteriöse Sache. Man denkt man hat genug und dann - puff - ist sie weg, der Tag vorbei. Deswegen kommt es jetzt nur abschnittsweise, wie es mir die letzten Wochen ergangen ist.

Die letzten zwei Monate bevor ich fliegen sollte, dachte ich die letzten Tage werden schwer und vor allem traurig. Von allem im Prinzip für ein Jahr Abschied nehmen. Aber ganz ehrlich - es war hauptsächlich seltsam. Und komisch. Und verwirrend!
Die letzten zwei Wochen habe ich eigentlich nur am Rad gedreht, mir ging ständig irgendwas im Kopf rum, was ich alles erledigen muss und was ich ja nicht vergessen darf und so ein Zeugs. Aber im Endeffekt ist es so ziemlich egal.
Ich hatte immer die Vorstellung, wenn ich dann alles eingepackt habe und die Koffer im Auto sind, ist mein Zimmer kahl und verlassen, keine Kleidung mehr im Schrank und sowas. Aber es sah irgendwie immer noch nach meinem Zimmer aus. Das hat mich am meisten gewundert. Als würde ich nur kurz in Urlaub fahren.


Am Montag sollte ich dann fliegen, ich hasse fliegen. Schon allein Start und Landung sind mal gar nichts für mich, aber dann noch sooo lange eingeengt mit schlechter Luft, erst recht nicht. Sonntag Abend bin ich mit meiner Ma nach Berlin gefahren und mein Kater hat sich natürlich nicht blicken lassen, um mich zu verabschieden. Das hab ich ihm natürlich sehr übel genommen.
Wir haben dort in einem wiiiinzigen Hostel übernachtet und sind früh um vier zum Flughafen Tegel gefahren. Erstaunlicherweise konnte ich sogar relativ gut schlafen, ich war nicht irgendwie hibbelig, nicht traurig, keine innere Unruhe. Auch im Auto zum Flughafen nicht, meine Ma hat mich nur schnell rausgeworfen - ich mag Abschiede eher wie ein Pflaster abziehen, kurz und schmerzhaft, dann hat man es aber geschafft. Danach stand ich ganz alleine vor der Anzeigetafel auf dem Flughafen, morgens halb fünf, und dachte mir nur: Was mache ich eigentlich hier. Ganz kurz.

Doch dank WhatsApp hab ich auch gleich meine anderen Gleichgesinnten gefunden und das gemacht, was man eben auf einem Flughafen macht. Gewartet, gehofft, dass das Gepäck nicht zu schwer ist und eingecheckt - klar war ich wieder die jenige, die extra kontrolliert wurde.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Brüssel, saß ich doch tatsächlich in dem Flugzeug nach New York. Wie das nur passieren konnte.

Die erste Woche war ich in New York, auf einem College Gelände auf Long Island, in der Trainingschool von meiner Organisation Culturual Care. Es gibt sau viele verschiedene Meinungen über diese 'Schule' - mir wurde vorher gesagt, dass Essen sei sooo schlecht und die Duschen sooo eklig. Aber mal ganz ehrlich, was will man denn erwarten. Das Essen war nicht sooo schlecht und ja, die Duschen waren gewöhnungsbedürftig, aber es ging. Die Trainingschool findet jede Woche dort statt, und in dieser Woche waren wir verhältnismäßig wenig Au Pairs - 'nur' 190 Menschen. Deswegen hatte ich Glück, ich war in einem Viererzimmer mit noch einem weiteren Mädchen aus Finnland. Hätte auch gar nicht anders geklappt, wir hatten nur eine Steckdose die funktioniert hat.


Achso! Als wir am Montag ankamen, hatten wir eine kurze Einweisung, und dann hat jeder so ein Willkommensgeschenk bekommen, je nachdem was die Gasteltern schenken wollten sah das anders pro Au Pair aus. Ich hab erst nur so einen hübschen blauen Beutel bekommen, mit Infozettel für die New York Tour und so. Andere haben so eine pinke Sporttasche, ein persönliches Päckchen oder die NY Tour bezahlt bekommen. Ich war für meinen Teil sehr froh, auf diese pinke Sporttasche verzichten zu können, deswegen hat mich es nicht gestört, dass ich nix bekommen habe. Dennoch war es eine große Überraschung als ich beim Abendbrot nochmal aufgerufen wurde, wo ich dann meine pinke Sporttasche, die bezahlte NY Tour und Rockefeller Center Aussichtsplattform, NY T-Shirt, Trainingschool Hoddie, Flasche, Starbucksgutschein, Panerragutschein und Cultural Care Flasche bekommen habe. Not bad, nicht wahr?^^

Mein Jetlag hielt sich, jedenfall die Zeit in der Trainingschool, tatsächlich in Grenzen. Ich bin nicht zu früh schlafen gegangen, war kurz vor dem Wecker klingeln wach, brauchte zwar gefühlte 10 Kaffee am Tag, aber es ging, ich war kein Zombie. Die ersten beiden Tage hatten wir von ca. um acht bis um sechs immer Unterricht und Workshops, Donnerstag einen Erste Hilfe Kurs und Nachmittags ging es dann naaaach New York! Unser letzter richtiger Tag, am Freitag ging es dann zu unseren Gastfamilien.



Die New York Tour war vom Bus aus, nicht sonderlich informativ, man hat erfahren wo welcher Promi lebt - warum auch nicht. Dafür war das Rockefeller Center echt cool - obwohl es sau kalt war und es geschifft hat wie nix gutes, war die Aussieht der Wahnsinn!


Das war auf jeden Fall schonmal ein mega Eindruck. Wirklich. Auch wenn ich keinen wunderschönen Sonnenuntergang hatte und dadurch super hübsche Bilder. Mir hats echt gereicht bei mehr als grauem Wetter durch New York zu tuckern, mich bei Regen zu verlaufen und völlig orientierungslos die Leute anzuquatschen. Wirklich! Es war einfach nur woaaah - ich bin tatsächlich hier. In den USA! :)

Habt es schön!
Anna

Samstag, 26. September 2015

Jetzt geht's los!

... and the adventure begins! 


Die letzten beiden Wochen waren unglaublich stressig, zwei Nächte lag ich wach und konnte Ewigkeiten nicht einschlafen. Hier so ein paar wenige Dinge die mir im Kopf noch rumgespuckt sind, wovon ich das meiste in den letzten zwei Tagen erledigt habe:

[x] Kreditkarte beantragen und aufladen
[x] Impfungen
[x] Laptop fertig einrichten
[x] Gastgeschenke
[x] Regenjacke
[x] Zahnarzt
[x] Haare nach färben
[  ] Handykarte wechseln
[x] Bilder ausdrucken
[x] Abschiedsessen
[x] Kopien
[x] Get Ready Workshop
[x] Bobble Bottle
[x] Koffer
[x] Blog
[x] Notfalltelefonnummern
[  ] Adressen
[x] Gutscheine umtauschen
[x] Zimmer aussortieren


Dabei muss man auch noch bedenken, dass ich drei Tage Besuch hatte und drei Tage nicht zu Hause war. Gerade als ich am Montag zu den drei Tagen bei meinen Großeltern aufgebrochen mit, kamen in dem Whatsapp- Chat die ersten Nachrichten, dass sie angefangen haben zu packen. Ich habe mir Dienstag die ersten Packlisten geschrieben, gestern erst begonnen die Hälfte rauszulegen und heute das erste Mal eingepackt. Und - was ich niemals erwartet hätte - ich habe noch 5kg von meinen 23kg platz! Yay! :D

Jetzt bin ich schon meeega aufgeregt auf den Flug, dazu kommt das ich ein kliiiitzekleines bisschen Flugangst habe. Aber ich bin schonmal beruhigt, dass ich schon drei weiter Mädels kenne die den selben Flieger nehmen. Hier ein kurzer Einblick, was auf dem Weg nach Amerika in meiner Handtasche rumschwirrt:



Und das hier sind meine Gastgeschenke: Mein Gastkind hat mir gleich bei dem ersten Skype Gespräch erzählt, dass er Harry Potter liebt und vor allem auch gerne liest. Also habe ich ihm 'The Tales of Beedle the Bard' geholt und zwei Bastelbücher, zwar auf deutsch, aber da kann ich ihm ja ein paar Wörter schon beibringen :) Außerdem wurde mir von dem jetzigen Au Pair mitgeteilt, dass Gavin nicht sooo viel isst, ich habe aber trotzdem typisch Haribo Gummibärchen und Schokobons gekauft, da können ja auch mal die Eltern zugreifen. Für meine Gasteltern habe ich außerdem noch ein selbstgenähtes Schlüsselband und drei Drucke von der Landschaft. Für die ganze Familie habe ich ein selbstgebasteltes Kochbuch mit meinen Lieblingsrezepten, alle auf amerikanische Maßeinheiten und logischer Weise auf Englisch übersetzt.


Mittlerweile bin ich echt suuuper aufgeregt - morgen abend geht es auch schon los! Ich fahre mit meiner Ma in ein Hotel in der Nähe des Flughafens, denn mein Flug geht schon 6:55 Uhr, so ist das vieeel entspannter und wir müssen nicht Panik schieben, dass wir mein Flugzeug verpassen (neeein, das ist uns ja noch nie passiert...). Dann geht es auf nach New York in die Training School für die ersten fünf Tage, von da aus dann mit dem Bus zu meiner Gastfamilie.

Habt es schön!
Anna

Mittwoch, 16. September 2015

...wie alles anfing!

Haaallo! 

Ungefähr seit zwei, drei Jahren weiß ich, dass ich nach meinem Abitur unbedingt ins Ausland gehen möchte. Durch meine damalige Englisch Referendarin wurde ich auf Cultural Care Au Pair aufmerksam und sie hat an unserer Schule ein Info - Treffen organisiert. Sie war selber ein Jahr in Los Angeles und hatte die Zeit ihres Lebens. Ich nahm also an dem Treffen teil und wurde immer, immer mehr von der Idee begeistert!


Schon als meine große Schwester mittlerweile vor neun oder zehn Jahren mit einem Schüleraustausch Programm in den USA war, wollte ich unbedingt auch mal dort hin. Als ergriff ich vor zwei Jahren die Chance und nahm an genau dem gleichen Schüleraustausch Programm meiner Schule teil. Ich wohnte zwei Wochen in St. Louis, Missouri in einer Gastfamilie und besuchte die Seckmann Highschool. Danach haben die deutschen Schüler noch drei Tage in Chicago verbracht. Obwohl ich leider keinen Kontakt mehr zu meiner Gastschwester habe, hatte ich trotzdem bisher die aufregendste Zeit dort. Ich war auf einen Homecoming Dance, habe eine Football Game gesehen, war in einem Autokino und noch so viel mehr! Dank meiner Gastfamilie habe ich so viele tolle Erfahrungen dort gesammelt.

Seit dem wollte ich unbedingt noch einmal nach Amerika, um mehr zu sehen. Und das nicht als Tourist, sondern ich wollte dort leben. Erst in einer Gastfamilie kann man so richtig erfahren, wie das Leben in einem fremden Land ist. Genauso wollte ich diese fremde Kultur noch intensiver kennen lernen, denn schon vor den zwei Wochen habe ich die meisten Vorurteile, von wegen beispielsweise Amerikaner sind fett und faul, über Bord geworfen. Ich fand ihre Einstellung zum Leben interessant, ihre offene Art und Weise. In Deutschland kommt es selten vor, dass eine Kellnerin dich eine halbe Stunde in ein Gespräch verwickelt, obwohl man sie noch nie vorher gesehen hat.

Nach vieeeelen ups and downs habe ich doch noch eine Gastfamilie in Philadelphia gefunden, aber das erzähl ich euch alles später einmal. Die Entscheidung mein Jahr nach dem Abitur in Amerika zu verbringen, war so ziemlich eine Neujahrsentscheidung. Das heißt, das ganze Jahr 2015 beschäftige ich mich schon intensiver damit...

...und jetzt sind es nur noch 12 Tage! Zur Zeit kann ich es immer noch nicht ganz glauben, dass das alles wirklich passiert. Ich war mal so cool und hab mir so eine Hipster-App runter geladen, die für mich die Tage zählt:


Auf diesem Blog möchte ich mit euch meine Erfahrungen und Erlebnisse, Gedanken und Gefühle teilen! Es wird hauptsächlich um mein Auslandsjahr gehen, aber ich bin mir sicher, dass ein, zwei Rezepte sich darunter schleichen werden. Denn neben reisen ist das mein größtes Hobby: kochen und vor allem backen. Doch ich denke erst einmal werde ich euch die ganzen Mist, der mir sowieso Tag und Nacht durch den Kopf schwirrt, nach und nach mitteilen.

Habt es schön!
Anna